Über Rotwein, Eiswürfel und Peter
„Das geht mir ja alles dermaßen auf die Nerven“, sagte Peter sehr oft, wobei er mit der linken Hand in sein strähniges dunkelrotes Haar fuhr, dort verblieb und eine Faust bildete, kurz zusammendrückte, um dann die Finger wieder zu entspannen, die einzelnen Strähnen zwischen den Fingern, um dann wieder kurz eine Faust zu bilden. Sein Haar war dunkelrot, von jenem Rot, das man aus einiger Entfernung für Blond hätte halten können. Das hing immer mit dem Licht zusammen, welches gerade darauf schien: Sonnenlicht, Kneipenlicht. Aber es war rot, seine Sommersprossen untermauerten diese Feststellung. Die Sommersprossen sah man, wenn man Peter gegenüberstand. Man sah sie besonders auf den Händen, die kurz geschnittenen Fingernägel, die weiße Haut, einige hellbraune Punkte auf den beiden Handrücken. Einige wenige auch im Gesicht: die Stirn vor allem; manche verloren sich auf den Wangen, auch auf der Nase. Um ihm ins Gesicht zu schauen, musste man wohlwollend den Kopf in den Nacken legen. Das Gesicht war scharfkantig, das Kinn kräftig, die Wangenknochen standen ein wenig hervor und die Augenbrauen bestanden aus langen blonden, roten und grauen Haaren. Die Haut schien immer ein wenig trocken. Der Hals hingegen war immer leicht gerötet. Die hellgrauen Augen. Und Peter war sehr groß (wohlwollend in den Nacken gelegt, nicht wahr?): „Dermaßen auf die Nerven.“
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