Bericht einer besorgten Reise in eine Welt der Verluste
Grund für die Reise
Erkenntnisse über verschiedene Einschränkungen der sogenannten körperlichen Fähigkeiten, erwartbar, unvorstellbar, beobachtbar, erlebbar. Antworten auf die Frage: Wie viel Sorge brauchen die real existierenden Wirklichkeiten aller Altersgruppen?
Reisegedicht: Ich mach mir einen Reim drauf
Besorgt seh ich die Schwächen stärker werden rundum. Die Welt ein Kabinett voller Beschwerden, voll stiller Proteste ohne Applaus, entwischen gilt nicht: Du bist raus.
Reg dich nicht auf,
es geht bergauf.
So manche Lüge würde gern sich lohnen.
Ich bin besorgt. Ich würde uns verschonen.
Reisevorbereitungen
Aufklärung über die Reiseutensilien durch den Reiseleiter. Wir staunen. Aus organisatorischen Gründen werden Eva und ich die Reise nacheinander antreten. Der Augenzeuge und Fotograf macht erste Aufnahmen.
Start der Reise
Ich starte in meinem 67. Lebensjahr. Ziel meiner Reise: Das 92. Lebensjahr. Ungefähr.
Eva wird meine Reise beobachten und nach meiner Rückkehr starten.
Eva startet in ihrem 43. Lebensjahr. Ziel ihrer Reise: Das 68. Lebensjahr. Ungefähr.
Station 1
Anlegen der Handschuhe zur Reduktion des Tastsinnes. Anlegen der Handgelenks- und Ellbogenschienen zur Gelenksversteifung.
Zwischenstopp
Der Reiseleiter wirft einige Münzen auf den Boden. Ich soll sie aufheben. Ich bücke mich. Ich kann die Münzen auf dem Kopfsteinpflaster schlecht greifen. Es dauert.
Station 2
Anlegen von Gewichten an den Armen.
Zwischenstopp
Instruktionen des Reiseleiters: Stellen Sie sich vor, Sie wollen jetzt Ihre Haare waschen, sich kämmen. Oder Wäsche aufhängen. Wie würde es Ihnen gehen?
Mit Dank an Eva Schörkhuber (Mitreisende), Walter Pobaschnig (Augenzeuge und Fotograf) und Franz Schweidler (Reiseleiter der Zeitreise ins Alter)
mehr im Heft






