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Heft 31

Erschienen in Heft 31, schreibkraft
Ressort: Rezensionen

Josefin Öhrn + The Liberation:
Mirage

rezensiert von Heimo Mürzl

Zwischen Lärmtherapie und Tanzbarkeit

Auch wenn sich das schwedische Quartett gut hörbar auf die musikalischen Basics von Psychedelic-, Stoner-, Garagen- und Krautrock bezieht, sind Josefin Öhrn + The Liberation viel mehr als eine Retroband. Mit ihren infektiösen Songs, die zwischen Lärmtherapie und Tanzbarkeit oszillieren, gelingt es dem Quartett, die Hörer auf einen musikalischen Trip mitzunehmen, der mit seinem suggestiven Charme so manchen in Trance zu setzen vermag. Repetitiv-monotone Rhythmen, flirrende Synthesizer-Sounds, Krautrock-Lärmschleifen und Gitarren-Noiseschlieren bilden den Soundrahmen für die Sängerin Josefin Öhrn, die mit ihrer verhuscht-entrückten Stimme psychedelische Mantras und Botschaften von sanfter Dringlichkeit zum Besten gibt. Zusammen mit ihren Mitmusikern gelingt es ihr, düstere und bedrohliche Momente ebenso überzeugend in Musik zu kleiden wie befreiende Momente des Überschwangs, die Glückshormone freisetzen. Mirage erweist sich mit Songjuwelen wie Endless Ocean, Looking For You und The State (I’m In) als charmanter Grower mit Suchtfaktor.

Rezensionen

Buch

Werner Schandor:
Flüchtiges Spiel

2025: Edition Keiper, S. 210
rezensiert von Sabine Dengscherz

Von Kugeln und Haien Werner Schandors jüngster Roman kreist um Spielsucht und Korruption Wir schreiben das Jahr 2002. Zwei Paare machen Urlaub auf den Malediven, und in einer Werbeagentur werden

Buch

Frieda Paris:
Nachwassser

2024: edition Azur, S. 136
rezensiert von Lisa Höllebauer

Ein Langgedicht als Einladung   stellenweise wisst ihr schätzungsweise mehr als ich
und doch hoffe ich euch andernorts zu überraschen Worüber schreiben bei einem Buch, das von allen Seiten positiv besprochen

Buch

Elisa Asenbaum (Hg.):
nie als allein. Phänomen Dialog & lyrische Interferenzen.

2025: fabrik.transit, S. 190
rezensiert von Sabine Dengscherz

Poetischer Dialog als Versuchsanordnung Neun Autor:innen interagieren in einem interdisziplinären Experiment Schreiben ist Dialog: Texte antworten auf Texte, Fäden laufen intertextuell zusammen, treffen aufeinander, ändern die Richtung und werden neu

Buch

Anna Herzig:
Das Seil

2025: Septime, S. 116
rezensiert von Hermann Götz

Eine Geschichte, die auszuckt  „Das Seil“ von Johanna Herzig schnürt einem – kunstvoll – den Hals zu. Ein Seil kann retten, es kann fesseln, es kann Mord- und Selbstmordwerkzeug sein

Buch

Timo Brandt:
Oder die Löwengrube

2025: edition keiper, S. 208
rezensiert von Hermann Götz

Noch mehr Multiversen bitte! Über Timo Brandts Romandebüt „Oder die Löwengrube“ Feministische, sexuell aufgeladene Science-Fiction. So in etwa ließen sich die Romane beschreiben, mit denen Lynn durchaus erfolgreich am Buchmarkt

Buch

Olaf Olafsson:
Berührung

2024: Berlin, S. 335
rezensiert von Hannes Luxbacher

Die Liebe in der Krise Olaf Olafsson verschränkt in seinem Roman „Berührung“ den Lauf der Liebe mit der Covid-Pandemie Es ist der Reiz des Bedächtigen, dem man in Olaf Olafssons

Buch

Werner Fiedler:
Die Apokalypse des frommen Jakob

2024: edition kürbis, S. 243
rezensiert von Hermann Götz

Zeuge gegen Jehova Werner Fiedler wollte ein Drehbuch über seine Kindheit in einer Sekte schreiben. Es ist ein dichtes Buch geworden Jakob wächst mit seiner Mutter Monika auf, die die

Buch

Stefan Schmitzer:
loop garou – invokationen

2024: Ritter, S. 96
rezensiert von Sophie Reyer

Differenzwiederholungen vom Feinsten „loop garou – invokationen“ – diesen Titel trägt Stefan Schmitzers neuer Lyrikband – und jenes besondere Wortspiel zu Beginn, das einerseits auf den französischen Werwolf („loup garou“),

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